Sankt AldegundDatenatlas Zum Datenatlas ↗

Über das Projekt

Über den Datenatlas

Sankt Aldegund in Daten, Orten und Geschichten.

Sankt Aldegund in Daten, Orten und Geschichten

Sankt Aldegund ist mein Heimatort – dort bin ich geboren und aufgewachsen. 2001 führte mich mein Weg für ein Jahr in die Schweiz, anschließend wieder zurück nach Sankt Aldegund. Seit 2004 lebe ich in Höhr-Grenzhausen im Westerwald.

Meine Verbundenheit mit Sankt Aldegund ist über all die Jahre geblieben. Aus ihr entstand die Idee, Informationen, Daten und Quellen zum Ort zusammenzuführen und so aufzubereiten, dass Verbindungen und Zusammenhänge sichtbar werden, die sich über einzelne Veröffentlichungen oder Datensätze hinweg ergeben.

Daraus ist der Historische Datenatlas Sankt Aldegund entstanden.

Der Atlas verbindet historische Entwicklungen mit dem heutigen Ort. Gebäude, Ereignisse, Einwohnerzahlen, Karten, historische Bezeichnungen und statistische Daten stehen dabei nebeneinander und zugleich miteinander in Verbindung.

Was der Atlas zusammenbringt

Der Datenatlas bündelt Informationen, die ursprünglich an ganz unterschiedlichen Stellen zu finden sind.

Dazu gehören historische Ereignisse, Kulturdenkmäler, Gebäude, Kartenpositionen, Bevölkerungszahlen, Wohnungs- und Gebäudedaten, Weinbau, historische Ortsnamen, Kulturorte und zahlreiche weitere Informationen über Sankt Aldegund.

Viele dieser Daten lassen sich miteinander verbinden. Ein Denkmal kann auf der Karte gefunden und gleichzeitig zeitlich eingeordnet werden. Ereignisse führen zu den Quellen, auf denen ihre Darstellung beruht. Statistische Entwicklungen lassen sich über längere Zeiträume verfolgen. Zu einzelnen Gebäuden kommen historische Angaben, Datierungen und Standorte zusammen.

So entsteht nach und nach ein vielschichtiges Bild von St. Aldegund – räumlich, historisch und statistisch.

Informationen zusammenführen und einordnen

Für den Atlas habe ich Informationen aus sehr unterschiedlichen Quellen zusammengetragen, geprüft, geordnet und miteinander verknüpft.

Dabei ging es vor allem darum, Angaben sauber zueinander in Beziehung zu setzen: Welche Datierung lässt sich belegen? Welche Quelle trägt eine bestimmte Aussage am besten? Historische Bezeichnungen habe ich zeitlich und inhaltlich eingeordnet, statistische Werte ihren jeweiligen Jahren und Erhebungen zugeordnet und räumliche Informationen mit den passenden Objekten verbunden.

Gerade bei historischen Daten gibt es unterschiedliche Genauigkeitsstufen. Manche Gebäude lassen sich auf ein bestimmtes Jahr datieren, andere nur auf ein Jahrhundert oder einen größeren Zeitraum. Manche Angaben werden durch mehrere Quellen gestützt, andere sind nur an einer Stelle dokumentiert.

Diese Abstufungen werden im Atlas bewusst sichtbar gemacht. Ein genau belegtes Datum wird anders behandelt als eine zeitliche Einordnung über einen größeren Zeitraum. Auch voneinander abweichende Angaben bleiben erkennbar. Entscheidend ist, die Informationen so präzise wiederzugeben, wie es die jeweilige Quellenlage erlaubt.

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Quellen als Bestandteil des Atlas

Die Quellen gehören fest zum Datenatlas.

Deshalb besitzt der Atlas ein eigenes Quellenregister. Dort lässt sich nachvollziehen, welche Veröffentlichung, Datenbank oder Statistik für bestimmte Informationen verwendet wurde.

Amtliche Statistiken stehen dort neben Denkmalverzeichnissen, wissenschaftlichen Veröffentlichungen, KuLaDig-Einträgen, historischen Urkundeneditionen und heimatkundlicher Literatur. Diese Quellen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und werden entsprechend eingeordnet.

Eine amtliche Statistik liefert beispielsweise andere Informationen als eine heimatkundliche Veröffentlichung. Eine wissenschaftliche Untersuchung kann historische Überlieferungen bewerten, während ein Denkmalverzeichnis vor allem Bauwerke und ihre Merkmale dokumentiert.

Wo es möglich ist, führt der Atlas direkt zur ursprünglichen Veröffentlichung, zum Datensatz oder zum Digitalisat. Dadurch bleibt nachvollziehbar, auf welcher Grundlage eine Information aufgenommen wurde.

Zum Quellenregister im Datenatlas ↗

Recherche, Gestaltung und Entwicklung

Der Atlas ist über längere Zeit gewachsen. Ich habe Daten recherchiert und gesammelt, anschließend strukturiert, miteinander verknüpft und daraus Karten, Zeitachsen, Diagramme und einzelne Datensätze entwickelt.

Ein großer Teil der Arbeit steckt dabei in Dingen, die später kaum auffallen: Daten einheitlich aufzubereiten, Verbindungen zwischen Datensätzen herzustellen, Quellen sauber zuzuordnen oder Darstellungen so zu entwickeln, dass komplexere Informationen verständlich bleiben.

Neben klassischer Webentwicklung nutze ich dabei auch moderne KI-Werkzeuge. Sie unterstützen mich beispielsweise beim Strukturieren größerer Datenmengen, bei Prüfungen, bei der Entwicklung von Programmcode oder bei einzelnen Visualisierungen.

Welche Informationen in den Atlas aufgenommen werden, wie Quellen bewertet werden und wie historische Aussagen formuliert sind, entscheide und prüfe ich selbst.

Gerade bei historischen Inhalten ist das entscheidend. Eine überzeugend klingende Formulierung ist noch kein Beleg.

Menschen hinter dem Wissen

Zur Geschichte eines Ortes gehören auch die Menschen, die sich über viele Jahre mit ihr beschäftigt haben.

Einer davon ist Gerhard Schommers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Geschichte Sankt Aldegunds und hat dabei viel Wissen über den Ort gesammelt, festgehalten und weitergegeben.

Bei meiner Recherche bin ich deshalb an verschiedenen Stellen auf seine Arbeit gestoßen. Sie ist eine von mehreren Grundlagen, die bei einzelnen Themen des Atlas weiterhelfen.

Gerade daran wird sichtbar, wie viel Wissen über einen Ort davon abhängt, dass Menschen hinschauen, nachfragen, Erinnerungen bewahren und Dinge aufschreiben.

Ein Datenatlas kann diese Menschen und ihre Erinnerungen nicht ersetzen. Er kann vorhandenes Wissen jedoch miteinander verbinden und dafür sorgen, dass der Weg zurück zu den ursprünglichen Quellen sichtbar bleibt.

Ein Projekt, das weiterwächst

Der Datenatlas wird weiter ergänzt.

Sankt Aldegund besitzt zahlreiche Geschichten, Gebäude, Fotos, Erinnerungen und historische Zusammenhänge. Manche Bereiche sind bereits sehr dicht dokumentiert, bei anderen gibt es noch Lücken oder Informationen, die sich bislang nur teilweise erschließen lassen.

Mit einer neuen Quelle können Verbindungen sichtbar werden, die vorher nicht erkennbar waren. Ein altes Foto kann helfen, ein Gebäude besser einzuordnen. Eine statistische Reihe kann eine Entwicklung deutlich machen. Eine historische Veröffentlichung kann zusätzliche Hinweise zu einem Ort, einem Namen oder einem Ereignis liefern.

So wächst der Atlas Schritt für Schritt weiter.

Kontakt

Hinweise, Quellen oder Fragen zum Atlas?

Wer eine Ergänzung, eine Korrektur, eine historische Quelle oder eine Frage zum Datenatlas hat, kann sich gerne direkt bei mir melden.

Ben Thoma Emser Straße 38 56203 Höhr-Grenzhausen Tel. 0172-9442124 ben@hinterhofagentur.de www.hinterhofagentur.de ↗

Was mich mit dem Projekt verbindet

Hinter dem Datenatlas steht vor allem meine Verbundenheit mit Sankt Aldegund als meinem Heimatort.

Auch wenn ich seit vielen Jahren nicht mehr dort wohne, bin ich dort geboren und aufgewachsen. Ich kenne den Ort und viele der Menschen dort aus meinem eigenen Leben. Diese Verbindung ist geblieben.

Mit dem Datenatlas möchte ich das, was sich über Sankt Aldegund finden, belegen und miteinander verbinden lässt, an einem Ort zugänglich machen.

Ben Thoma