Zum 1. Januar 1798 hebt die französische Regierung die Rechte der Stifte und Klöster auf und befreit die Einwohner von der Zehntpflicht. Für einen Wein- und Landwirtschaftsort war das ein tiefer Einschnitt: In Sankt Aldegund mussten zuvor unter anderem Anteile von Trauben, Most, Wein, Getreide, Gemüse, Holz und sogar Erträgen aus Bienenstöcken abgegeben werden. Land und Gebäude der früheren Grundherren wurden anschließend versteigert; die Erlöse gingen an den französischen Staat.