Der Historische Datenatlas Sankt Aldegund ist ein unabhängiges digitales Projekt zur Geschichte und Gegenwart des Moselortes Sankt Aldegund. Er führt Informationen zusammen, die sonst über Denkmalverzeichnisse, wissenschaftliche Veröffentlichungen, historische Quellen, Fachportale, kommunale Seiten und statistische Angebote verteilt sind. Der Atlas macht diese Daten über Karten, Zeitachsen, Diagramme, Detailseiten und ein eigenes Quellenregister zugänglich und verbindet räumliche, zeitliche und sachliche Zusammenhänge miteinander.

Im aktuellen Stand dokumentiert der Atlas 45 Denkmal-Datensätze, 94 historische Ereignisse, 9 Kulturorte und 47 Quellen. Dazu kommen statistische Daten zu Bevölkerung, Gebäuden, Wohnen und Flächennutzung sowie historische Ortsnamen und weitere Kennzahlen. Einzelne Datensätze sind über feste URLs erreichbar. Quellen werden den konkreten Aussagen, Objekten und Ereignissen direkt zugeordnet. Wo eine Originalquelle, ein Digitalisat oder ein amtlicher Datensatz verfügbar ist, führt der Atlas möglichst direkt dorthin. So lässt sich von einer Darstellung im Atlas bis zu ihrer dokumentierten Grundlage zurückgehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der transparenten Einordnung historischer Angaben. Exakte Datierungen, größere Zeiträume, überlieferte Angaben und unsichere Zuordnungen werden voneinander unterschieden. Abweichende Quellenlagen bleiben sichtbar. Die Methodik beschreibt, wie Daten strukturiert, Quellen klassifiziert, Beziehungen hergestellt und Unsicherheiten behandelt werden. Auch statistische Werte werden mit ihrem jeweiligen Bezugsjahr und ihrer Quelle dokumentiert. Dadurch bleiben sowohl die Information als auch ihre Einordnung und Aussagekraft nachvollziehbar.

Der Atlas verbindet damit Elemente aus Regionalgeschichte, digitaler Quellenerschließung, Datenmodellierung, Kartografie und Webentwicklung. Historische Inhalte erscheinen als miteinander verknüpfte Datensätze, deren Beziehungen sich direkt erkunden lassen. Denkmäler können mit Ereignissen, Quellen und Kartenpositionen verbunden sein; statistische Reihen machen Entwicklungen über längere Zeiträume sichtbar; Kulturorte ergänzen die amtlich erfassten Denkmäler um weitere lokalgeschichtlich relevante Punkte.

Entwickelt wird der Datenatlas von Ben Thoma. Er ist in Sankt Aldegund geboren und aufgewachsen und arbeitet heute in Höhr-Grenzhausen. Recherche, Datenmodell, Gestaltung und technische Umsetzung entstehen innerhalb des Projekts. Moderne KI-Werkzeuge unterstützen unter anderem bei Strukturierung, Prüfungen und Programmierung; Auswahl, Bewertung und Formulierung historischer Aussagen werden redaktionell geprüft. Die Herkunft der verwendeten Informationen bleibt über das Quellenregister und die Detailseiten nachvollziehbar.

Der Datenatlas versteht sich als fortlaufend wachsendes Arbeits- und Vermittlungsprojekt. Neue Quellen, Hinweise, historische Fotos und zusätzliche Datensätze können bestehende Zusammenhänge ergänzen oder präzisieren. Ziel ist eine belastbare, verständliche und direkt überprüfbare digitale Grundlage für Ortsgeschichte, Regionalforschung, Institutionen, Presse und interessierte Besucher. Zugleich dokumentiert der Atlas seinen methodischen Stand und seine Version, damit Veränderungen im Projekt nachvollziehbar bleiben.
